Prüfen – JETZT.


Prüft jetzt!
Btw., ich verstehe das ganze Theater darum ohnehin nicht. Jede Partei, die mehr als fünf Prozent der Wählerstimmen erhält, sollte geprüft werden, denn keine davon sollte demokratie- oder verfassungsfeindlich sein. Dass man darüber erst Jahre nachdenken muss, ist ein Skandal und ein großer Fehler!

Ja, ich weiß: Parteiverbote sind eine große Sache und sollten sparsam angewendet werden. Aber genau deshalb prüft das ja ein Gericht, und das ist auch gut so. Dass diese Prüfung so lange dauert, darf aber nicht sein.

Das kostet alles Geld? Na und?
Geld ist nicht wichtiger als diese Demokratie.

Was macht man danach mit den Wählern dieser Partei? Das ist für das Prüfverfahren völlig unwichtig, denn es hat darauf überhaupt keinen Einfluss. Nach einem Verbot – das damit ja noch nicht feststeht, denn zunächst wird nur geprüft – kann man sich gern Gedanken darüber machen, warum so viele Menschen bereit waren, Verfassungsfeinde zu wählen. Natürlich muss man das dann dringend tun, aber JETZT ist es unwichtig.

Im Gegenteil: Damals behauptete man, ein Verbot der NPD sei nicht nötig, weil diese Partei angeblich unwichtig sei und zu wenige Wähler habe. Nun behauptet man, ein Prüfverfahren sei schädlich, weil die Partei zu viele Wähler habe? Was für ein Blödsinn.

Was, wenn die Prüfung ergibt, dass die AfD nicht verfassungsfeindlich und demokratiezersetzend ist? Dann ändert sich überhaupt nichts. Aktuell ist sie es ja angeblich auch nicht oder habt ihr das geprüft? Die Partei bekäme dadurch mehr Zuspruch? Wenn sie nicht verfassungsfeindlich und demokratiezersetzend ist, soll sie doch ihre Wähler bekommen – was ist dann das Problem? Das wäre dann eben demokratisch. Die CDU wäre dann weg? Es gäbe wirklich Schlimmeres, und letztlich wäre das reine Demokratie und selbstverschuldet.

Prüfen jetzt!

16 Jahre nach dem Schwarzen Donnerstag am 30.09.2010

Am 30. September 2010 kam es in Stuttgart zum „Schwarzen Donnerstag“.

Am späten Vormittag fand in der Nähe des Schlossgartens, der für das Immobilienprojekt Stuttgart 21 zerstört werden sollte, eine Schülerdemonstration mit Hunderten Schülern, Lehrern und Eltern gegen Stuttgart 21 statt. Obwohl dies den Behörden bekannt war, wurde an diesem Tag versucht, den Schlossgarten abzusperren.

Die Schülerdemonstration erfuhr von ersten Zivilpolizisten im Park. Die Bereitschaftspolizei verfügt über spezielle zivile Einheiten, die kurz vor dem Einsatz der BFE-Einheiten die Lage vor Ort aufklären. Solche Einheiten waren im Park aufgetaucht und begannen, die Menschen, die sich im öffentlichen Park aufhielten, zu provozieren und vom Anketten an Bäumen abzuhalten.

Obwohl sich die Demonstration spontan zu einem Demozug in den Park aufmachte und sich der Park mit sehr vielen Kindern und Jugendlichen füllte, beschloss die Polizeiführung trotzdem, an diesem Tag alles aufzubieten, um gegen all diese Menschen ein Zeichen zu setzen. Sie setzte drei Wasserwerfer, Pfefferspray und Schlagstöcke ein und versuchte, mit Tausenden Beamten die immer größere Zahl an Demonstranten zurückzudrängen.

Hunderte Menschen wurden verletzt, als sich die Polizeitruppen am Nachmittag unter dem Wasserdruck der Wasserwerfer brutal durch die Menschenmenge prügelten. Mehrere Demonstranten erlitten schwere Augenverletzungen; einer davon erblindete später nahezu. Viele leiden bis heute an den Folgen dieses Tages.

Ein Gericht erklärte den Polizeieinsatz 2015 offiziell für rechtswidrig. Obwohl dies den Beamten und Einsatzleitern am 30. September 2010 – vor dem Fällen der ersten bis zu 200 Jahre alten Bäume – bekannt gemacht wurde (es gibt Videos, auf denen zu sehen ist, wie dem Einsatzleiter die Dokumente übergeben werden), zerstörten sie trotzdem einen Teil des Parks, um dort eine Brache einzuzäunen. Erst lange später wurden dort Gebäude zur Grundwasserregulierung errichtet.

Im Nachspiel trat ein kurz vor der Rente stehender Polizeipräsident als Bauernopfer zurück. Stefan Mappus verlor als Hauptverantwortlicher zusammen mit seiner CDU bei der Wahl das Land an die Grünen.

Ich selbst war von Mittag bis spät in die Nacht vor Ort und dokumentierte diese Taten. Niemand kann mir da was dazu erklären ich sah die lachenden Augen der vermummten Polizisten während die alte Menschen blutig prügelten.

Dieser Tag wird und darf niemals vergessen werden.

Meine Dokumentation vom 30.09.2010:

Schwarzer Donnerstag – 30. September 2010

Die Verletzten des 30.09.2010:

Falsche Zahlen über Verletzte am 30.09.2010

Was war eigentlich „Der Mittere Schlossgarten“
der für Stuttgart 21 Sinnlos geopfert wurde

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de)

824. Montagsdemo gegen Stuttgart 21 und zum Gedenken an den 30.09.2010

Impressionen der Montagsdemo im Gedenken an den Schwarzen Donnerstag 2010
– siehe auch meine Bilder von 2010 im Archiv (link) –

Videoaufzeichnung von und mit Dank an Eberhard Linckh

Mehr Bilder im Archiv (Link) 

( Alexander Schäfer auf schaeferweltweit.de )

Robert Habeck im Spitzengespräch | DER SPIEGEL

Zugegeben, ein etwas langes Video (Minute 54 ist eigentlich ein guter Einstieg aber eigentlich ist alles interessant), aber ich finde, es lohnt sich, sich darauf einzulassen. Robert Habeck ist meiner Ansicht nach eine der letzten hoffnungsvollen Personen aus der aktuellen Politik.

Auch wenn er gerade nicht politisch aktiv ist, sind seine Gedanken wirklich interessant. Gerade weil er sich derzeit außerhalb des politischen Betriebs befindet, denkt er in neuen Bahnen und jenseits der bisherigen Grenzen des offensichtlich festgefahrenen politischen Systems.

Das ist es, was aktuell wichtig ist, um diese gefühlt in eine Sackgasse gefahrene Demokratie noch zu retten. Gebt ihm die Chance und hört mal rein. 

Entzaubert sich die AfD an der Macht? Michel Friedman im Spitzengespräch

Und aufgrund des Endes dieses Gesprächs und der Empfehlung von Herrn Friedmann zum Thema „Die Rechtstaatlichkeit der AfD prüfen zu lassen“ hier die Info zur kommenden 6. PRÜF-Demo in Stuttgart!

Das ZDF möchte das du Danger Dan hörst!

Vielen Dank.

Wenn du dieses Video auch teilen oder per Mail oder per SMS oder  per Fax oder in einer Flaschenpost versenden willst: https://youtu.be/Gg-SCpXba64?si=cORTMTwS_lgfoH5f

Fotografie, Berichte, Dokumentationen